Tashkurgan

Die chinesische Stadt Tashkurgan liegt auf 3300m Höhe und ist ein historischer Knotenpunkt der alten Seidenstrasse. Die direkte Durchreise nach Tadjikistan und Pakistan – somit eine wichtige Handelsroute nach Zentralasien – fand und findet wieder von dort aus statt. Die Durchreise geht oftmals weiter nach Kasghar.

Kirgistan und Afghanistan sind nicht weit weg. Die Stadt ist nicht besonders gefällig. Sie hat weder besonders hervorhebenswerte Baudenkmäler, noch besitzt sie einen schönen Stadtkern. Sie ist vielmehr ein typische Grenzstadt- ein Schmelztiegel, ein Ort an dem verschiedene Ethnien und Nationalitäten aufeinandertreffen, um miteinander geschäftlich in Verbindung zu treffen. Im extremen Kontrast dazu erscheint der relative neu gebaute Stadtpark im unteren Teil von Tashkent, nähe des alten Forts. Die Videoarbeit ist das Dokument eines Nachmittags auf dem weitläufigen, mit Wasserrädern und Pfahlwegen inszeniertem Gelände. Einheimische und Händler, Touristen und Reisende erholen und begegnen sich dort vor einer eindrücklichen Bergkulisse. Die Videoarbeit ist die Beobachtung vom Beobachten, ruhige Bilder portraitieren Menschen die den Park besuchen und deren Wege und kommt denen nahe, die selbst andere beobachten. Das Betrachten ist das zentrale Thema, anhand dem subtil kleine Geschichten erzählt werden: Die des Aufeinandertreffen, des Begegnen und Zusammenfinden.

Tashkurgan / video / 10:00 / 2019

Chinas alte Seidenstraße – ein Kaleidoskop.
Kunstverein KunstHaus Potsdam

mit Susanne Jung, Dorothea Nold, Qiu Zhijie, Andreas Schmid, Beate Terfloth, Bignia Wehrli und uigurische Gegenwartskunst medial präsentiert von Merhaba Schaich,
kuratiert von Andreas Schmid