Princess Towers

billboard in public space, Moritzplatz, Berlin, 2019
6m x 3m50

Die erste Generation erfolgreicher „Digital Natives“ hatte genug vom kubistischen Wohnen und Arbeiten. Es gab unzählige Entwürfe und Modelle, die eine optimierte Work-Life-Balance baulich und städteplanerisch umsetzbar machen sollten. Der Durchbruch gelang durch eines nach dem „Nold´schen Prinzip“ programmierten Algorithmus, der die Bauwerke wie Termitenbauten aus 3D-Druckern wachsen ließ. Hier kann das Denken quantisch mäandern, während man aus Vertikalbeeten die Zutaten für die flexible Arbeitszeitunterbrechung pflückt. Die perfekte Umgebung für die „Creative Community“ vergegenwärtigter Individuen.

Text: Sebastian Dessecker

Zukunftsarchitektur: Intervention im öffentlichen Raum Berlin. Drei Bebauungsankündigungen standen am Moritzplatz, am Mariannenplatz sowie dem Arena Areal. Diese ähnelten formal den omnipräsenten Ankündigungsschildern von Bauprojekten, werben jedoch für imaginäre, futuristisch-groteske Bauprojekte, die es nicht gibt.

Die Schilder sorgten für Irritationen, wenn auch die letzte Freifläche vermeintlich mit neuem Absurdem bebaut werden soll. Gleichzeitig werden jedoch auch Ideen und Wünsche an Bauvorhaben der heutigen Zeit im Zuge der radikalen und unambitionierten Bebauung Berlins visualisiert. Eine Telefonnummer verspricht die Möglichkeit, die Immobilien provisionsfrei zu reservieren. Im Verlauf des Projektes haben über 200 Anrufer aus aller Welt angefragt, Eigentum zu erwerben.

Zukunftsarchitektur ist Teil des Projektes Zukunftsland 2099 https://www.galeriefutura.de/zukunftsland-2099

Unterstützt mit Mitteln der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und durch den FriXfonds – künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum.